Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Einzelberatung?

Die zeitliche Gestaltung des Beratungsprozesses orientiert sich an Ihrem Rhythmus. Sie legen die Geschwindigkeit fest – Entschleunigung oder Beschleunigung. Eine Beratungseinheit dauert 60 Minuten, ein Beratungsprozess im Durchschnitt 8 - 10 Stunden, abhängig von Anliegen und Themenstellung manchmal weniger manchmal mehr. Die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Beratungsstunden sollten zwischen 2 und 4 Wochen liegen, damit ein Prozess in Gang kommt und Entwicklung möglich ist. Es kann auch nützlich sein Doppelstunden zu vereinbaren. 



 

Wie wird in der Einzelberatung gearbeitet?

Einzelberatung bedeutet 2er – Setting, d.h. Sie und ich. Ich arbeite erlebensorientiert und ganzheitlich. Basiswerkzeug ist das Gespräch in seiner dialogischen Form, d. h. im beiderseitigen Austausch - Fragen und Antworten. Selbstverständlich bleiben alle besprochenen Themen und die uns mitgeteilten Informationen absolut vertraulich. 



 

Was sind Logotherapie und Existenzanalyse?

Die Existenzanalyse ist eine psychotherapeutische Richtung, die vom Wiener Arzt Viktor E. Frankl in den 1930er Jahren begründet wurde und in der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (Wien) vor allem durch Alfried Längle weiterentwickelt wurde. Ihr Ziel ist es, den Menschen zu befähigen, mit innerer Zustimmung zum eigenen Handeln und Dasein leben zu können. Damit ist mehr gemeint, als die Zustimmung zu automatisierten Abläufen und Wechselwirkungen: existieren bedeutet Auseinandersetzung und dialogischen Austausch mit sich und der Welt. Im existenziellen Verständnis ist der Mensch aufgerufen auf seine alltäglichen Lebensfragen seine Antworten zu finden – und so sein Leben zu verantworten.

Mit Logotherapie wird der von Frankl zur selben Zeit entwickelte sinnzentrierte („logos“ bedeutet hier „Sinn“) Beratungsansatz bezeichnet. Die Logotherapie betont den „Willen zum Sinn“ (Frankl) als die primäre Motivationskraft des Menschen und gibt Anleitung und Hilfestellung bei der Suche nach Sinn. (Nicht zu verwechseln mit „Logopädie“, einem Sprachheilverfahren.) Ihr Ziel ist es, die individuelle Lebensdichte und persönliche Lebensqualität durch die Hinführung zu einer frei gewählten Verantwortung zu erhöhen.

Ganz grundsätzlich eröffnet uns die Logotherapie drei verschiedene Zugänge zum Sinn. Sie machen es uns möglich, in allen Lebenssituationen und unter allen (auch schweren und extremen) Bedingungen Sinn zu finden. Nach Frankl finden wir Sinn „... dadurch, dass wir Werte verwirklichen“: 1. Schöpferische Werte (im Tun, durch das Schaffen eines Werkes, in der Kreativität, ...), 2. Erlebniswerte (in der Natur, der Kunst, in Begegnungen mit anderen Menschen) und 3. 
Einstellungswerte (im Beziehen einer Einstellung, vor allem in und zu einer nicht veränderbaren Situation). Doch Sinn kann nicht einfach geschaffen oder beliebig gefunden werden. Sinnfindung setzt einen Suchprozess voraus. Und dafür finden Sie bei uns passende Zeit- und Entwicklungsräume.

Quellen Viktor Frankl: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn | Alfried Längle (Hrsg.): Lexikon der Existenzanalyse und Logotherapie der GLE Wien 
Alfried Längle: Viktor Frankl, ein Porträt | Alfried Längle (Hrsg.): Entscheidung zum Sein 



 

Was heißt systemisch?

„Systemisch“ zu denken, zu beraten, zu handeln ist in den letzten Jahren in Management und Organisationsberatung zur Mode geworden. Trotz oder vielleicht gerade wegen der großen Verbreitung ist es ein Begriff mit unterschiedlichen Bedeutungsgehalten. Im folgenden deshalb ein (schneller) Versuch, die Begriffsvielfalt zu entwirren. Die Ursprünge des systemischen Denkens sind sehr vielfältig und stammen aus der Familientherapie (Mailänder und Heidelberger Schule), der Erkenntnistheorie/dem Konstruktivismus (von Förster, Watzlawick), der Biologie (Maturana, Varela), der Soziologie (Luhmann, Willke), der Kybernetik (Wiener, von Förster), der Chaostheorie (Capra), der Kommunikationstheorie (Bateson, Weakland, Watzlawick), der Organisationsberatung (MIT und Wiener Schule).

Die zentralen Annahmen systemischen Denkens sind: 1.) Bei allen Beschreibungen von Wirklichkeiten kommt es darauf an, wer sie macht. Systemisches Denken geht davon aus, dass die Frage was „wahr“ und „wirklich“ ist nicht objektiv beantwortbar ist. Wahrnehmungsprozesse werden als Aktivitäten einzelner Person gesehen, deren Ergebnisse jeweils individuelle Konstruktionen von Wirklichkeit – sog. „Landkarten“ – sind. 2.) Erst durch das Einbeziehen des jeweiligen Kontextes kann die Bedeutung von Beobachtungen verstanden werden. 3.) Menschen und soziale Systeme sind keine „trivialen Input-Output-Maschinen“ (v. Förster) sondern komplexe Einheiten mit Eigensinn. Für den Alltag bedeutet das: ich kann zwar versuchen, einen Menschen von außen zu beeinflussen, was dabei herauskommt ist aber ungewiss. 4.) Systemisch denken heißt zirkulär („im Kreis“) denken. Unser Verhalten ist von wechselseitigen Beziehungen beeinflusst, die sich gegenseitig bedingen und in diesen Bedingungen wiederum bestimmte Verhaltensweisen erzeugen. [nach Ruth Seliger, Train]

 

Termine

 

Qi Gong

für innere Ruhe, Gelassenheit & Lebensenergie

 

Ab MO 17 02 2020 wöchentlich, 9x,

18:30 - 19:45 Uhr

VHS Baden, Kindergarten Zentrum, Vöslauer Straße 7, 2500 Baden

 

Euro 124,00

Anmeldung unter sekretariat@vhs-baden.at